Während unsere Hauptroute die beliebte direkte Route zum Everest-Basislager umfasst, gibt es verschiedene alternative Routen und Abstecher in die Everest-Region für diejenigen, die mehr Zeit haben oder eine andere Perspektive wünschen.
Everest-Basislager über die Gokyo-Seen: Diese Variante beinhaltet einen Besuch des wunderschönen Gokyo-Tals mit seinen türkisfarbenen Gletscherseen. Nach Namche Bazaar zweigt der Weg nach Gokyo ab. Dort kann man den Gokyo Ri (5357 m) besteigen und spektakuläre Ausblicke genießen, darunter ein Panorama des Mount Everest in der Ferne. Anschließend überquert man den anspruchsvollen Cho La Pass (5,420 m) und trifft bei Lobuche wieder auf den Hauptweg zum Everest Base Camp. Diese Route dauert 3–4 Tage länger und ist anstrengender, doch die ruhigeren Pfade und die Aussicht auf Gokyo sind die zusätzliche Wanderzeit wert, wie viele Trekker bestätigen.
Drei-Pässe-Trek: Für das ultimative Everest-Abenteuer bietet sich die Drei-Pässe-Trekkingtour an: eine 18- bis 20-tägige Rundwanderung über den Renjo La (5,360 m), den Cho La (5,420 m) und den Kongma La (5,535 m). Sie verbindet die Täler von Bhotekoshi (Thame), Gokyo und Khumbu und führt zum Everest Base Camp (EBC) und zum Kala Patthar. Aufgrund der steilen Anstiege und abgelegenen Abschnitte ist diese Trekkingtour nur für sehr fitte und erfahrene Wanderer geeignet. Sie bietet ein umfassendes Everest-Erlebnis mit dem EBC, Gokyo und unberührten Pfaden abseits der ausgetretenen Pfade.
Jiri/Phaplu zum EBC (Klassischer Ansatz): Vor dem Bau des Flughafens Lukla begannen die Trekkingtouren über Land von Jiri oder Phaplu aus. Diese Tour ist nach wie vor möglich: Fahren Sie 8–9 Stunden mit dem Auto von Kathmandu nach Phaplu und wandern Sie anschließend 5–6 Tage durch Dörfer der mittleren Höhenlagen wie Nunthala, Kharikhola und Paiya nach Lukla. Dadurch verlängert sich Ihre Reise um eine Woche. Sie erleben terrassenförmig angelegte Felder, verschiedene Kulturen und können sich langsam akklimatisieren. Die Landschaften im tieferen Lagen sind weniger spektakulär als die des hochgelegenen Khumbu, aber das Erlebnis ist authentisch.
Optionen mit Hubschrauberunterstützung: Manche Trekker kombinieren Flug und Trekking. Man könnte zum Basislager wandern und von Gorak Shep oder Pheriche aus per Hubschrauber nach Lukla oder Kathmandu zurückfliegen und sich so den Rückweg sparen. Die Kosten reichen von einigen Hundert bis zu mehreren Tausend Dollar. Eine weitere Möglichkeit ist ein Helikoptertransport, bei dem die Trekkingtour in Gokyo per Hubschrauber beginnt. Das ist zwar möglich, aber kostspielig, und die meisten Trekker empfinden die klassische Hin- und Rückwanderung als lohnender.
Kürzere Trekkingtouren in der Everest-Region: Wer Everest-Erlebnisse sucht, ohne die lange Fahrt zum Basislager auf sich zu nehmen, findet kürzere Alternativen wie den Everest Panorama Trek (nach Tengboche, 5–6 Tage), den Everest View Trek (Namche und Everest View Hotel), den Three Peaks Trek (Kongde und Thame) oder die Wanderung zum Ama Dablam Basislager. Diese Trekkingtouren sind kürzer und weniger anstrengend, bieten aber dennoch atemberaubende Ausblicke.